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Brief von Raoul Hausmann an Fritz Höch, Berlin-Steglitz
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Fritz Höch, Berlin-Steglitz
  • Datierung25.04.1918
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 4112/79
  • Andere NummerBG-HHE I 10.28
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

„Steglitz, 25. April 18.
Lieber Fritz! Höch!!
Das Programm aller großen Geister und Bolschewisti lautet genau: »daß nur Schmerz und Qual als die größten Glückserzeuger bezeichnet werden dürfen. Wir haben kein Recht, uns vor dem Entsetzlichen zu fürchten. Das Entsetzliche führt uns doch immer weiter, es wandelt uns um. Und wir sind nicht imstande, uns umzuwandeln, wenn wir Schmerz und Qual fliehen. ... Fürchtet nicht den Schmerz - fürchtet auch nicht den Tod.«[1]
Vielleicht sagst Du auch das noch Deiner Schwester Hannah. Zu gegebener Zeit erwarte ich einen Bericht von Dir über Ihre Einstellung zu meinem gestrigen Brief.
Gruß
Hausmann“

[1] Aus Paul Scheerbart: Lesabendio: ein Asteroiden-Roman. München; Leipzig, 1913. 22. Kapitel.