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Brief von Hannah Höch an Grete Höch. Charlottenburg
    • Hannah Höch (1889 - 1978)

  • TitelBrief von Hannah Höch an Grete Höch. Charlottenburg
  • Datierung20.01.1917
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Umfang2 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-Ar 1/2002,555
  • Andere NummerBG-HHE I 9.7
  • CreditlineSchenkung, 2002
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

„Liebes Gretulein, wie gehts Dir denn? Wir hören so wenig voneinander. Mir geht’s gut, d.h. Ihm gehts auch gut. Denke Dir, ich ziehe am 1. Febr. von Frau J.[1] fort. Sie hat mir gekündigt. Angeblich will sie die beiden Zimmer zusammen vermieten, das glaube ich aber nicht. Sie verdient zu wenig an mir und dann paßt’s Ihr nicht, daß ich jetzt öfter in der Küche herumhantiere. Das ist mir aber sehr egal, ich bin froh, daß sich alles so herrlich friedlich löst. Meine Adresse wird nun sein: Berlin-Friedenau, Brünhildestr. 5 IV Ich werde da eine kleine eigene Wohnung haben, d. h. ein Mansardenzimmer mit Gas, Beleuchtung und Kochgas. Möbiliert aber Wäsche, Federbetten etc. muß ich mir selbst halten. Liebes Gretulein, dann kannst Du fein zu mir zu Besuch kommen, nun bin ich mein eigener Herr. Anschaffungskosten habe ich natürlich allerlei aber es geht mir dann auch besser; ich freue mich. Etwas ist leider nicht hübsch, der Eingang geht ein paar Schritte über den Boden. Aber das ist nun mal nicht zu ändern. - Hier ist jetzt wundervolles Eis, aber durch die Umzugswirtschaft habe ich nicht viel Zeit hinauszukommen. Am Sonntag war ich mit ihm einmal draußen. -
Übrigens, meine neue Wohnung ist ganz nahe bei Danilo, nur um die Ecke. - Gestern ist auch meine Appelkiste gekommen, ich hatte schon Angst, sie sei beschlagnahmt worden. - [...]
Liebes Gretulein laß Dir’s gut gehen, und schone Dich recht, hörst Du? Anbei auch meine Schulden zurück.
Deine Hanna am 20. Jan. 17“.

[1] Frau Jacobi. Zimmerwirtin von Hannah Höch.