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Brief von Alfred Gellhorn an Hannah Höch. Barcelona
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Alfred Gellhorn (1885 - 1972)

  • TitleBrief von Alfred Gellhorn an Hannah Höch. Barcelona
  • Date14.12.1935
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Amount1 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC K 883/79
  • Other NumberBG-HHE II 35.9
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description

"Barcelona, Cortes, 302, 4o, 2a 14.12.35
Liebe Hanna,
Gleicheinmal zu Eurem Buche. Bringen Sie das und Ihre Fotomontagen und was Sie an Illustrationen u. Gebrauchsgraphik haben zu Prof. Frenzel, Schriftltg. der «Gebrauchsgraphik» [1], Belle-Alliance-Platz 7-8, den Sie am Frühnachmittag antreffen. Aber melden Sie sich vorher an, unter Berufung auf mich, und rechnen Sie mit grosser Unpünktlichkeit und langem Warten. Ist aber ein netter Kerl und zahlt in der Regel Honorar. Ich lege Ihnen Brief an ihn bei. Ich wäre Ihnen riesig dankbar, wenn Sie meine Honorare, jeweils bei Fälligkeit, für mich kassieren würden und mir bzw. meiner Frau (postalisch: «Elsbeth») in der erlaubten 10 M Rate monatlich schicken. Die Schriftleitung kann mir das Geld nicht transferieren, und ich will sie nicht unnütz quälen. So zahlt sie es an Sie und ich kriege es peu à peu. Es ist bitter nötig.
Kulturell sind wir sehr nett mit verschiedenen Leuten in Kontakt. Aber die Misere haben wir noch nicht überwunden. Es ist alles furchtbar schwer. Ich korrespondiere und publiziere und ... warte aufs Geld, so wenig ist es. Aber mit unserer Spannkraft werden wir uns à la longue schon noch durchsetzen. Wir möchten gern den Rest unserer Möbel bei Frl. Schlesinger (Nikolsburgerstr. 6, Gth, I.) verkloppen. Wenn Ihr mal was hört!
Also wann schreibt Ihr?! Gruss und Kuss an Till und Sie!
Euer Gellhorn"

[1] Die Gebrauchsgraphik : Monatsschrift zur Förderung künstlerischer Reklame erschien in Berlin von 1924 bis 1943/44 und 1950. Sie wurde herausgegeben von Prof. H. K. Frenzel.