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Brief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. [o. O.]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitleBrief von Raoul Hausmann an Hannah Höch. [o. O.]
  • Date15.06.[1932]
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben
  • Amount2 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-HHC K 692/79
  • Other NumberBG-HHE II 32.16
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

"15.VI.
Liebe Hannah
es freut mich sehr, dass Ihr auch noch von Berlin fortgekommen seid. Als am Morgen die Karte auf dem Tisch lag, hielt ich sie zuerst für eine Ansicht von tre calgolai im Innerfeldtal, wo ich 26 war. Jedenfalls ist es dort schön und Ihr habt es besser als in Berlin. Das Päckchen, das ich an Dich senden liess, enthielt - Flundern! Da wird sich Frl. Feeder ja noch wundern. Aber besser, Du hast frische Luft in Bergen [1], als Flundern in Berlin.
Ich arbeite allerlei, aber es ermüdet mich doch auf die Dauer, immer wieder zu keinem sogenannten Resultat in der Öffentlichkeit zu gelangen. Mit vieler Mühe bringe ich es zustande, dass Sachen von mir erscheinen sollen, dann mache ich mir Kosten, und dann bleibt nach den schönsten Versprechungen alles liegen. Behne hat mir auch sowas eingebrockt und, was das ärgerlichste ist, ich bekomme dann so wenig Antwort, wie von Ces [2]. Ich habe keine Ahnung, was da geworden ist. Grüsse Til Brugmann, aber «verwirklichen» tut sich nichts.
Schliesslich lebe ich ja nicht zum Veröffentlichen. Aber dann lieber garnichts dergleichen anfangen.
Herzliche Grüsse und Wünsche
Raoul"

[1] Raoul Hausmann bezieht sich auf die Reise von Hannah Höch und Til Brugman, in deren Verlauf sie im Juli 1932 auch nach Berchtesgaden und Umgebung gelangten.
[2] d. i. César Domela-Nieuwenhuis.