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Brief von Fritz Henning an Hannah Höch mit Stempel: "Fritz Henning [...]". Berlin
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Fritz Henning (1888 - 1958)

  • TitelBrief von Fritz Henning an Hannah Höch mit Stempel: "Fritz Henning [...]". Berlin
  • Datierung14.6.1932
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutNachlass Hannah Höch
  • InventarnummerBG-HHC K 210/79
  • Andere NummerBG-HHE II 32.15
  • CreditlineErworben aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1979
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

"14. Juni. 32.
Sehr geehrtes Fräulein Höch!
Sie haben unser Ausbleiben neulich Abend sicher entschuldigt, wenn nicht, so glauben Sie uns bitte, daß wir sehr gerne gekommen wären, aber es gibt völlig verhexte Tage welche einen von früh an gradezu infernalisch zusetzen, sodaß man schließlich nur noch mit einer Geste sanfter Abwehr den abendlichen Hafen erreicht. Ein solcher Tag lag bei uns vor wie überhaupt die Zeit jetzt rechte Anforderungen an die Elestizität von uns allen stellt. -
Mit gleicher Post sende ich Ihnen nun ein Exemplar der Hieroglyphischen Reihungen. Sie waren neulich abend so unvorsichtig etwas gedruckt von mir sehen zu wollen. Nehmen wir erst einmal das bisher Erschienene.
Hierzu behaupte ich, daß es die reifste Frucht des Expressionismus ist weil hier der methodische Wert der Ausdrucksmöglichkeit hinter jedem Individualissmus erkannt ist. Die Korrespondenz als Funktion entsteigt der Mannigfaltigkeit des rein Subjektiven.
Also für Ihr Raritätenkabinett! - es ist eine bibliophile Seltenheit da nur ganz wenige Exemplare in den Handel gekommen sind ja nur 200 überhaupt fertiggestellt wurden.
Frau Ortega grüßt herzlich, ich denke wir werden bald einmal etwas bei uns veranstalten und dann die Freude haben Sie zu sehen.
Mit besten Grüßen Ihr
sehr ergebener
F. Henning
P.S. Fangen Sie das Buch von hinten an."