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Brief von František Kalivoda an Hannah Höch. Brünn
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • František Kalivoda (1913 - 1971)

  • TitleBrief von František Kalivoda an Hannah Höch. BrünnMit Briefkopf: "fr. kalivoda architect čsr", umseitig handschriftlicher Briefentwurf von Hannah Höch
  • Date03.10.1933
  • CategoryKorrespondenz
  • ClassificationBrief
  • MaterialPapier, handgeschrieben, maschinengeschrieben
  • Amount1 Blatt
  • FondsNachlass Hannah Höch
  • Inventory NumberBG-Ar 5/95,2
  • Other NumberBG-HHE III Nt.21
  • CreditlineSchenkung Eva-Maria und Heinrich Rössner, 1995
  • On DisplayNo
Transcription / Description
Additional Reproductions

"brno, plotní 37
3.X.1933.
herrn
hannach höch,
berlin-friedenau,
büsigstrase 16 atelier.
sehr geehrter herr,
ich nehme veranlassung, sie um einen artikel in ihrer sprache mit beigabe entsprechenden fotografischen materials zur veröffentlichung in der filmnummer der grössten tschechoslovakischen revue »der monat«, welche meiner redaktion üßbergeben wurde, höflichst zu ersuchen.
die filmnummer hat zur aufgabe das publikum der höchsten gesellschaftlichen kaste mit den problemen des modernen filmes bekanntzumachen und über die heutige filmsituation und die nächsten technischen und künstlerischen perspektiven richtig zu informieren.
ich bin überzeugt, dass sie im interesse unserer gemeinsamen sache meinem ansuchen willfahren werden und über ihre arbeit oder über das ihnen nahestehende gebiet, über den film und das filmproblem ihres landes eine illustrierte verfassung einsenden werden.
ich erwarte mit grossem interesse die zusendung des materials im laufe der nächsten tage, spätestens aber bis 12. d.m.
im falle sie zu gunsten dieser angelegenheit ainen längeren termin erwünschen, bitte ich sie um vorherige benachrichtigung.
mit vorzüglicher hochachtung
ihr ergebener
[Unterschrift]
architekt fr. kalivoda adresse:
brno/csr [-x-], plotní 37.
:par avion:"//

[Umseitig Briefentwurf von Hannah Höch]
"Sehr geehrter Herr -
gestern Nacht soeben aus Holland zurück gekommen finde ich Ihre Aufforderung, einen Artikel zu schreiben für Ihre Zeitschrift »der Monat«.
Ich kann muss Ihnen nicht verhehlen leider mitteilen, dass es im Augenblick schwierig ist Ihrem Ersuchen nachzukommen. 1. für mich unmöglich ist mich über die neuen Filmprobleme in Deutschland zu äussern. Ich habe mich beinahe 1/4 Jahr im Ausland aufgehalten und aller Wahrscheinlichkeit es ist anzunehmen, dass Deutschland gerade in diesen letzten 3 Monaten wesentliche Änderungen auf dem Gebiet »Film« vorgenommen hat, die tatsächlich durch meine Abwesenheit ich aber leider nicht in La der Lage war, zu beobachten.
Trotzdem Ich möchte Ihnen aber einen andern Vorschlag machen: In das Grenzgebiet des Films fällt die Foto-Montage Ich habe die sogenannte Freie Foto-Montage entwi entwickelt und würde Ihnen, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, einen kleinen Art Aufsatz darüber und das entsprechende Foto-Material dazu zusenden, etwa aus der Serie »Aus einem ethnographischen Museum zur Verfügung stellen können Auf alle Fälle lege ich diesem Schreiben 4 Abbildungen Fotos bei, damit Sie sich einen Eindruck haben gewinnen. Ich bitte aber, mir diese Fotos mir baldigst zurück zusenden. Auch in dem falls Fall, dass Sie den Artikel Aufsatz wünschen. In diesem Fall bitte ich auch sich zu äussern Die viel über das Honorar dass Sie für den Aufsatz mit Bildmaterial soviel sie brauchen wieviel Sie für den Aufsatz mit Abbildungen (soviel sie brauchen) zahlen können Ohne Honorar könnte ich mich leider nicht beteiligen, da beteiligen, an Ihrer Zeitschrift da eine
meine wirtschaftliche Lage dies nicht zulässt.
Ich hoffe bald von Ihnen zu hören
und zeichne m. vorz. H
H H
Falls Sie die Fotos lieber selbst machen möchte, so könnte ich auch die entsprechenden Originale schicken. Allerdings müsste ich Sie bitten Sie freundlichst dafür Sorge tragen zu lassen dass dieselben bestens behandelt werden."