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Brief von Raoul Hausmann an Fritz Henning. [Berlin]
  • Repro: Anja Elisabeth Witte
    • Raoul Hausmann (1886 - 1971)

  • TitelBrief von Raoul Hausmann an Fritz Henning. [Berlin]
  • Datierung23.03.1924
  • GattungKorrespondenz
  • SystematikBrief
  • MaterialPapier, maschinengeschrieben, Durchschlag
  • Umfang1 Blatt
  • KonvolutTeilnachlass Raoul Hausmann
  • InventarnummerBG-RHA 655
  • CreditlineErworben aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, und Spendenmitteln, 1991
  • AusgestelltNein
Transkription / Beschreibung

»März 1924 Lieber Henning!
Zu dem am Freitag stattfindenden Vortrag von Fischer möchte ich Ihnen noch folgendes mitteilen:
Herr Fischer hat in Berlin keine Wohngelegenheit und ich kann ihn im Augenblick bei mir nicht unterbringen, da ich mein Atelier am Kurfürstendamm verkauft habe und meine neue Wohnung noch vollkommen unbewohnt ist. Herr Fischer ist pekuniär nicht besonders gestellt und ich möchte ihm nach Möglichkeit Kosten in Berlin ersparen. Wenn er evtl. bei Ihnen unterkommen könnte für zwei Tage, so wäre das aus verschiedenen Gründen sehr wünschenswert. Essen würde er in Potsdam natürlich aus seiner eigenen Kasse bestreiten, an etwaigen sonstigen Unkosten, die Ihnen entstehen würden will ich mich aber gern beteiligen.
Was den Abend selbst anbetrifft, so wäre es sehr angebracht, wenn ausser Herrn Turell und Ihnen sowie mir von Ihnen noch besonders eingeladen würden:
Herr Prof. Koerber
Herr Medizinalrat Dr. Siegfried
Herr Otto Freundlich
Herr Johannes Baader
sowie Herr Geheimrat Dr. Kemmann, Berlin, Behrenstrasse
d.h. letzteren Herrn würde ich persönlich mitbringen. Er ist Vorsitzender der Cosmotech-nischen Gesellschaft in Berlin, eine Sache, die bisher nicht sehr gut funktioniert hat, und ich habe sehr stark die Absicht, unsere ganzen gemeinsamen Bestrebungen unter diesen Namen zusammenzufassen. - Die hauptsächlichsten Besprechungen würden wir allerdings erst an dem darauf folgenden Sonnabend haben, und es würde sich dabei vor allen Dingen darum handeln, zu zeigen, dass wir die prinzipiellen Grundlagen der WEL anerkennen, aber in den kulturellen und sonstigen Folgerungen uns freie Hand bewahren müssen. Trotzdem wäre es sehr gut, wenn wir Herrn Voigtländer gewissermassen mit der aussentechnischen Leitung betrauten.
Ich würde gern von Ihnen eine ganz kurze Rückantwort erhalten, vor allem darüber, ob Fischer bei Ihnen wohnen kann, und bin mit den besten Grüssen
Ihr«