Resultate:  1

Buch und Kunst Albrecht Blau
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
Transkription / Beschreibung
Weiterführende Links
Zugehörige Objekte
Weitere Abbildungen

BLAU
BUCH UND KUNST ALBRECHT BLAU
BUCHHANDLUNG ALBRECHT BLAU
BUCHHANDLUNG ALBRECHT BLAU G. M. B. H.

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Spichernstrasse 7 (ab 1920); Tauentzienstrasse 18 a (ab etwa 1925)
Inhaber: Albrecht Blau; ab 1925 G. m. b. H.
Mitarbeiter: Albrecht Hirsch, Geschäftsführer (vor 1925)
Bestand: 1920(-1935)
Charakteristik: Buchhandlung, Verlag, Graphisches Kabinett
„Buchhandlung Albrecht Blau. Moderne Literatur. Schöne Bücher. Mappenwerke. Drucke der Panpresse, Einhornpresse usw. Graphisches Kabinett“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 10 v. Mai 1920, Anzeigenseite); „Illustrierte Bücher. Luxusdrucke. Mappenwerke“ (Anzeige in: Der Cicerone. H. 21 v. November 1920, Anzeigenseite); „Moderne Literatur. Geschenkwerke. Luxusdrucke. Graphik“ (Anzeige in: Die Neue Rundschau. H. 12 v. Dezember 1922, Anzeigenseite 2)

Ausstellungen:
1920: Eröffnungsausstellung mit Graphik von u. a. Ernst Barlach, Erich Heckel, Wilhelm Lehmbruck, Paula Modersohn[-Becker]; Magnus Zeller
1924: K. Preiser, Hannover

Verlag:
Magnus Zeller, Revolutionszeit. 7 Lithographien, 1920
Friedrich Blau, Fünf lithographische Impressionen zur Verkündigung von Paul Claudel, 1920
Richard Scheibe, Mappe mit Radierungen und Lithographien, 1921
William Shakespeare: Die Schmach der Lucretia. Deutsch von Max Kahlenberg, 1920
Der Feuerreiter. Blätter für Dichtung und Kritik. Jg. 1, 1921/22

Bemerkung:
Am 1. April 1920 gründete Albrecht Blau eine Buch- und Kunsthandlung unter dem Namen „Buch und Kunst Albrecht Blau“ und eröffnete sein Geschäft in der Spichernstrasse 7. „Eine neue Kunsthandlung in Berlin. Die Buch- und Kunsthandlung von Albrecht Blau […] eröffnete mit einer Kollektivausstellung des Verlages Alfred Richard Mayer sowie mit einer Ausstellung graphischer Blätter von Barlach, Heckel, Lehmbruck u. a.“ (Kunstchronik und Kunstmarkt. Nr. 34 v. 21. 5. 1920, S. 667).
Das Programm des „Graphischen Kabinetts“ wird aus einer Anzeige aus der Anfangszeit ersichtlich, wo die Künstler Ernst Barlach, Max Beckmann, Theo von Brockhusen, Erich Heckel, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann und Hans Meid genannt werden. (Anzeige in: Der Cicerone. H. 10 v. Mai 1920, Anzeigenseite). Von der in der Eröffnungsausstellung vertretenen Paula Modersohn-Becker besass der Buch- und Kunsthändler das Ölbild „Mutter und Kind“, das mit der Provenienz „Graphisches Kabinett Blau, Berlin“ 1920 in Crefeld ausgestellt war. (Erste Ausstellung zeitgenössische Deutsche Kunst. Kaiser-Wilhelm-Museum Crefeld 1920. Nr. 29).
Im Herbst 1920 begann Albrecht Blau seine Verlagstätigkeit mit der Publikation von Mappen mit Originalgraphik von Magnus Zeller, Friedrich Blau und Richard Scheibe. Blau war auch Gründer der spätexpressionistischen Zeitschrift „Der Feuerreiter“, deren erster Jahrgang 1921/22 in seinem Verlag erschien. „Titel weckt Hoffnung auf Temperament, Jugend Frische. Inhalt: gepflegtes Ästhetentum, hauptsächlich auf gut eingeführte Namen gestellt.“ (Der Zwiebelfisch. H. 4/6 v. September 1922, S. 71)
Die Buchhandlung wurde 1925 in eine G. m. b. H. umgewandelt und übersiedelte in die Tauentzienstrasse 18 a, wo sie bis Mitte der Dreissigerjahre nachzuweisen ist.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Adressbuch für den Berliner Buchhandel