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Feldhäusser & Fritze
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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FELDHÄUSSER & FRITZE
GALERIE FELDHÄUSSER & FRITZE
GALERIE F ET F

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 14-15
Inhaber: Dr. Kurt Feldhäusser, Marie Johanne Fritze
Bestand: (1935-1936)
Charakteristik: Kunsthandlung

Ausstellungen:
Die Februarausstellung 1936 vereinigte unter dem Titel „Einfalt in der Kunst“ Felix Muche-Ramholz, Joachim Ringelnatz, Camille Bombois und Louis Vivin. Die dritte Ausstellung der Galerie (2. 3.-15. 4. 1936) war den neuen Arbeiten der Jahre 1935/36 von Johannes Molzahn gewidmet. Es sollte dies die letzte Ausstellung des Künstlers sein, denn nur wenig später waren seine Werke in der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ angeprangert.
Weitere Ausstellungen oder Ausstellungsbeteiligungen lassen sich derzeit von folgenden Künstlern bis Juli 1936 nachweisen: Gottfried Brockmann, Fritz Kuhr, Walter Kröhnke, Dagmar Gräfin Dohna.

Bemerkung:
Die Mitbesitzerin M. J. Fritze dürfte schon vor der Gründung von Feldhäuser & Fritze eine Galerie in Berlin betrieben haben: in der Literatur ist eine Ausstellungsbeteiligung von Hanns Hubertus Graf von Merveldt im Jahre 1933 in einer „Galerie Fritze“ überliefert.
Besonderes Interesse für Marc Chagall und Ernst Ludwig Kirchner bezeugt beispielsweise ein Tausch des Galeristen im Jahre 1936 mit der Berliner Nationalgalerie: Feldhäusser gab Kirchners „Küste in Fehmarn“ (1913) im Tausch gegen Chagalls „Witebsk“. Später trat Feldhäusser im Zuge der Verkäufe aus beschlagnahmtem Museumsgut bei Ferdinand Möller, einem der vier Kunsthändler, die mit der „Verwertung“ beauftragt waren, als Sammler und Käufer auf.
Feldhäusser wurde von Johannes Molzahn 1935 portraitiert.
Künstler in seiner Sammlung waren u. a. Heinrich Campendonk, Marc Chagall, El Lissitzky, Ernst Ludwig Kirchner.
Kurt Feldhäusser starb 1944 bei der Bombardierung Frankfurts, seine Sammlung fiel an seine Mutter Maria Luisa Feldhäusser und wurde ab 1949 über die New Yorker Galerie Weyhe, die sich bereits seit den Zwanzigerjahren für deutsche Kunst einsetzte, verkauft.

Nachweise:
{Andrew Robinson: Kirchner Collector Kurt Feldhäusser. In: Festschrift für Eberhard W. Kornfeld zum 80. Geburtstag.- Bern 2003, S. 251 - 262}