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Kunst- u. Buchhandlung Landsberg
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
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LANDSBERG
KUNST- UND BUCHHANDLUNG LANDSBERG

Adresse: BERLIN, Preussen/Provinz Brandenburg (Berlin), Kurfürstendamm 201
Inhaber: Robert Landsberg (1923 bis um 1925); Anna Braff, Hanns Wildt (1925-1927); Kunst- und Buchhandlung Landsberg G. m. b. H. (ab 1928)
Bestand: Gründung 1923
Charakteristik: Kunst- und Buchhandlung
„Kunst- u. Buchhandlung Landsberg, Bücher, Graphik, Gemälde, W 15, Kurfürstendamm 201. Gegr. 15. XII. 1923“ (Adressbuch für den Berliner Buchhandel 1925, S. 87)

Ausstellungen:
1924: Kaete Wilczynski; Gustav Wunderwald
1925: Grete Bardi

Bemerkung:
Die am 15. Dezember 1923 von Robert Landsberg gegründete „Kunst- und Buchhandlung Landsberg“ am Kurfürstendamm 201 begann ihr Ausstellungsprogramm mit der aus Posen stammenden Graphikerin Kaete Wilczynski. „Die Kunst- und Buchhandlung Landsberg tritt auf den Plan mit Radierungen und Zeichnungen der unzweifelhaft begabten Kaete Wilczynski. Ihre Art schwankt zwischen Manet und Jaeckel, woraus sich eine gewisse Fahrigkeit ergibt, die nur zuweilen als geistreiche Leichte überzeugt.“ (Der Cicerone. H. 9 v. 1. 5. 1924, S. 418)
Im Sommer 1924 organisierte Robert Landsberg eine Ausstellung von mehr als 200 Radierungen zum 50. Geburtstag von Ephraim Moses Lilien im „Berliner Logenhaus“, dem Sitz der Berliner B’nai B’rith, in der Kleiststrasse 10. „Aus dieser Lilien-Serie interessieren uns namentlich die markanten landschaftlichen Ausschnitte aus Palästina und die ausgezeichneten orientalischen Köpfe. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen mehrere Braunschweiger Stimmungen.“ (Der Kunstwanderer. Juni 1924, S. 286)
Im Herbst desselben Jahres gab der bis dahin als Bühnenbildner wirkende Gustav Wunderwald sein Galeriedebüt als Landschaftsmaler. Über die neusachlichen Bilder schreibt Willi Wolfradt: „Die Landsberg-Buchhandlung führt einige Landschaften des bekannten Bühnenmalers Gustav Wunderwald vor, die das feiernd Stille des Erdenraums mit zumeist doch dekorativ geglätteten, ja prospektmäßig eindeutigen Mitteln zu gestalten suchen. Doch wirkt jene allzu explizite Komponiertheit und Blänke mitunter bereits wieder als eine künstlerische Einfalt, als schöne Unverhohlenheit. Kulissensymmetrie und koloristischer Hochglanz bekommen dann etwas fast Primitives, das versöhnt.“ (Der Cicerone. H. 23 v. 4. 12. 1924, S. 1086) 1925 folgte die einzige Galerieausstellung der aus Gera stammenden und in Berlin lebenden Malerin und Bühnenbildnerin Grete Bardi.
Robert Landsberg ist Mitte der Zwanzigerjahre aus der Firma ausgeschieden, danach werden Anna Braff und Hanns Wildt als Inhaber genannt. Später wurde die Buch- und Kunsthandlung in eine G. m. b. H. umgewandelt. 1930 ist noch eine Ausstellung mit Tanzfotos von Hans Robertsen genannt.

Nachweise:
Adressbuch des Deutschen Buchhandels; Adressbuch für den Berliner Buchhandel; Maecenas 1927; Maecenas 1930