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Wiener Zeitkunst
  • © Berlinische Galerie / Wolfgang Wittrock
  • Repro: Berlinische Galerie
    • Werner J. Schweiger (1949 - 2011)

  • TitleWiener Zeitkunst[Eintrag für geplante Publikation "Lexikon des Kunsthandels der Moderne im deutschsprachigen Raum 1905-1937"]
  • Date2005 - 2011
  • CategoryManuskripte
  • Materialdigital
  • FondsKunstarchiv Werner J. Schweiger
  • Inventory NumberBG-WJS-M-1,241
  • CreditlineZustiftung Christa M. Schweiger, Wien und Wolfgang Wittrock, Berlin, 2016
  • On DisplayNo
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WIENER ZEITKUNST

Adresse: WIEN 1., Maysedergasse 2
Inhaber: Ges. m. b. H.
Bestand: 1919-1930
Charakteristik: Veranstaltung von Ausstellungen, Lesungen, Konzerten
„Wiener Zeitkunst Ges. m. b. H. in den Räumen der Vereinigung bildender Künstlerinnen Wien I. Maysederg. 2“ (Briefkopf, Kunstarchiv Werner J. Schweiger, Wien)

Ausstellungen:
1919: Otto Herschel; Eduard Kasparides; Uriel Birnbaum; Theodor Klotz-Dürrenbach; Anton Filkuka
1924: Uriel Birnbaum

Bemerkung:
Aufgrund eines Gesellschaftsvertrages vom 12. Februar 1919 wurde am 6. Mai 1919 die „Wiener Zeitkunst Ges. m. b. H.“ beim Wiener Handelsgericht eingetragen. Geplant waren Konzertveranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen, „die dem großen Angebot an Kunstwerken bei geringer Ausstellungsmöglichkeit entgegenkommen will. Geplant sind Sonderausstellungen Einzelner, sowie auch Kollektivausstellungen geistig Zusammengehöriger, wobei auch Vorträge und Ähnliches veranstaltet werden soll. Vorläufig hat die Gesellschaft Räume in der Maysedergasse 2 inne“ (Der Cicerone. H. 10 v. 22. 5. 1929, S. 311).
Bei den Räumen in der Maysedergasse 2 handelte es sich um das Vereins- und Ausstellungslokal der 1910 gegründeten „Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs“, die der „Wiener Zeitkunst“ ihre Räume für Veranstaltungen und Ausstellungen zur Verfügung stellte respektive vermietete.
Die Ausstellungsserie begann im März 1919 mit einer Präsentation von Otto Herschel, setzte im April mit Werken von Eduard Kasparides fort. Vom 4.-31. Mai wurden, begleitet von einem Katalog und einem Plakat (Österreichische Nationalbibliothek, Plakatsammlung), Werke von Uriel Birnbaum ausgestellt (Uriel Birnbaum 1990, S. 86). Der Dichter und Maler, der erstmals 1916 bei Hugo  HELLER in Wien ausstellte, veranstaltete während der Ausstellung auch Lesungen aus seinem Werk. (Wiener Abendpost. 24. Mai 1919, S. 3-4; Dr. Blochs Wochenschrift. Wien. 13. 6. 1919; Kunst und Kunsthandwerk. H. 6-8, 1919, S. 282).
Nach Ausstellungen von Theodor Klotz-Dürrenbach und Anton Filkuka sind keine weiteren Ausstellungen mehr nachzuweisen. Aus der Ankündigung, „auch reichsdeutsche Kunstwerke zur Ausstellung“ zu bringen (Der Cicerone. H. 10 v. 22. 5. 1929, S. 311) scheint nichts geworden zu sein. Erst 1924 tritt nochmals Uriel Birnbaum mit einer weiteren großen Kollektivausstellung (Uriel Birnbaum 1957, S. 94) mit 300 Werken auf (Menorah. Nr. 5 v. Mai 1924; Frankfurter Zeitung. 23. 9. 1924). Diese Ausstellung fand im Saal des „Neuen Wiener Frauen-Clubs“ (Tuchlauben 11) statt (Plakat MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst).
Weitere Aktivitäten der „Wiener Zeitkunst“ sind derzeit nicht bekannt. Die Gesellschaft wurde von amtswegen am 28. 1. 1930 aus den Handelsgerichtsakten gelöscht.

Nachweise:
Quellen:
Wien: Wiener Stadt- und Landesarchiv
Literatur:
Uriel Birnbaum: Selbstbiographie.- in: Abraham Horodisch: Die Exlibris des Uriel Birnbaum. Gefolgt von einer Selbstbiographie des Künstlers.- Zürich, Amsterdam 1957
Uriel Birnbaum 1894-1956. Dichter und Maler.- Hagen 1990
Werner J. Schweiger: Kunsthandel der Zwischenkriegszeit in Wien.- in: Galerie Würthle. Gegründet 1865.- Wien 1995. S. 17-23
Ewald Schneider: Die Künstlergruppe „Freie Bewegung“ 1918-1922.- Typoskript Wien 1999